Aus der Geschichte der Hansestadt Rostock

1161
Der dänische Geschichtsschreiber Saxo Grammticus erwähnt Rostock zum
ersten Mal.

um 1200
Erste deutsche Handwerker und Kaufleute siegeln sich in Rostock an.

24.06.1218
Das Lübische Stadtrecht wird von Heinrich Borwin I bestätigt.

1232
Die Mittelstadt um den heutigen Neuen Markt entstand.

bis 1252
Der dritte Stadtkern, die Neustadt, um den heutigen Universitätsplatz
entwickelte sich.

1252
Durch den Kauf der Rostocker Heide wird die Stadt erweitert.

bis 1257
Die Altstadt wächst mit einer slawischen Siedlung im Gebiet der später
gebauten Nikolaikirche zusammen.

von 1257 bis 1265
Die drei Teilstädte vereinigen sich zu einer städtischen Gemeinde. Sitz des Rates und der Verwaltung der Stadt wird das Rathaus in der Mittelstadt.

1265
Beginn des Baus der Stadtbefestigung.

1270
Erste Zünfte entstehen, die in den Hansestädten auch Ämter genannt wurden.

1323
Das Fischerdorf Wärnemünde wird von der Stadt gekauft. Für den Schutz von Rostock gegen die angriffe Dänemarks war es von besonderer Bedeutung.

1325
Kauf der Münzgerechtigkeit. Durch die Erlangung der Münzhoheit, bekommt Rostock das Recht der freien Verfügung über seine Finanzen.

1358
Die Stadt bekommt das Privileg der vollen Gerichtsbarkeit.

1419
Gründung der Universität Rostock "Alma mater rostochiensis", der ersten in Nordeuropa.
Rostock entwickelt sich damit zu Zentrum geistigen Lebens im Ostseeraum. 
Studenten und Gelehrte aus allen deutschen Landen, aber auch aus Skandinavien kommen nach Rostock, darunter sind so bekannte Namen wie David Chytreus, Samuel Gottlieb Vogel, Joachim Jungius, Albert Krantz und Joachim Jungius.

1472
Die Astronomische Uhr in der Marienkirche wird fertig gestellt, und ist auch heute noch zu bestaunen.

1618-1648
Wechsende Besetzung während des Dreißigjährigen Krieges haben für Rostock verheerende Auswirkungen. Durch Plünerungen und Veramung leben mehr als die Hälfe der 11.000 Einwohner am Rande es Existenzminimum. Seit 1627 wird die Stadt durch schwere Kriegskontributionen erpresst. Von 1628 an befanden sich abwechselnd Kaiserliche und Schweden in Rostock.

1632
Vom Landesfürsten erhielten Schweden das Recht einen Schiffs- und Warenzoll
an der Warnowmündung zu erheben, den sogennanten "Schwedenzoll".

1669
Der letzte Hansetag findet in Lübeck statt. Unter den acht Teilnehmerstädten befindet sich auch Rostock

1677
Ein großer Stadtbrand vernichtet ein Drittel der Stadt.
Die Bevölkerung verringert sich auf 5.000 Einwohnern.

1700 bis 1721
Während dem Nordischen Krieg besetzen abwechselnd dänische und
schwedische Truppen Rostock, und plündern die Stadt aus.

1742
Gebhard Lederecht wird in Rostock geboren.

1758 bis 1762
Während des Siebenjährigen Krieges (1758-1721) besetzten mehrfach preußische Truppen die Stadt. Durch Kontributionen und Plünderungen mußten große Verluste anGeld und Lebensmittel hingenommen werden.

1788
Der Machtkampf zwischen dem Landesfürsten und dem Rostocker Rat haben
mit dem Rostocker Erbvertrag ein Ende.

1806
Rostock wurde von französischen Truppen besetzt, die sogenannte
"Franzosenzeit" begann.

1819
Dem Volkshelden Marschall Blücher, der am 16.12.1742 in Rostock geboren war, wurde ein Denkmal errichtet.

um 1830
Die Stadt erweiterte sich mit dem Baubeginn auch außerhalb der Stadtmauern.

1852
Auf der Werf von Tischbein und Zelt wurde der erste seegehende eiserne Schraubendampfer Deutschlands fertig gestellt.

1891
Die "Neptun Schiffswerft und Maschinenfabrik AG" wurde gegründet.
Es war der erste Industriegroßbetrieb in Mecklenburg.

1903
Der Fährverkehr nach Gedser/Dänemark wurde von Rostock/Warnemünde aufgenommen.

1923 bis 1925
Mit Ansieglung der Firma Heinkel und Arado kam die Flugzeugindustrie nach Rostock.

1933
Rostock wurde zum Schwerpunkt der Rüstungsindustrie ausgebaut. Eine
besondere Stellung bekamen damals die Neptun-Werft und die Heinkel-Werke.

1935
Rostock hat 100.000 Einwohner.

1942
Große Teile der Stadt werden während des 2. Weltkrieges durch schwere Bombardements zerstört.

01.05.1945
Einmarsch von sowjetischen Truppen unter dem Befehl des Gardekapitäns Dmitrewski in Rostock.

1946
Der Bau der Warnowwerft, und damit der Ausbau Rostocks zum maritimen
Standort, begann.

1952 bis 1990
Rostock war die Bezirkshauptstadt des nördlichsten Bezirkes der DDR.

1960
Der neue Seehafen in Rostock-Petersdorf wurde eröffenet

1987
Rostock zählt 250.000 Einwohner.

1990
Rostock nennt sich nach der Wiedervereiningung Deutschlands wieder Hansestadt.

1994
Auf der Petrikirche wurde der Turmhelm wieder aufgebaut. Damit bekommt die Kirche ihr altes Erscheinungsbild wieder.